Was macht eine Ausbildungsleiterin
bei P. J. Schulz, Sabine Kipke?

Sabine Kipke, Ausbildungsleiterin bei P.J. Schulz in Bergisch Glabdahc

Sabine Kipke

Sabine Kipke ist Prokuristin, Personal- sowie Ausbildungsleiterin bei P. J. Schulz in Bergisch Gladbach seit 2018. Ihr Motto: Verbinde deine Lebenslust mit deiner Arbeitslust!

Sabine Kipke ist verantwortlich für die Steuerung und Organisation von allem was mit dem Thema Ausbildung im Unternehmen zusammenhängt. Von der Rekrutierung der Auszubildenden bis hin zur Betreuung über den gesamten Zeitraum der Ausbildung hinweg.

Besonders stolz ist sie auf das hauseigene „Azubi-Forum“. Dahinter verbirgt sich eine Art eigenes Ausbildungsprogramm, wenn man so will. Die Azubis können sich an internen Projekten beteiligen, kommen in den Genuss von Trainings, wie z. B. Telefontraining, Zeitmanagement und vieles mehr. Daneben gestalten die Azubis eine Unternehmenszeitung, die regelmäßig erscheint. Hier werden zum Beispiel Mitarbeitende vorgestellt oder auch fachliche Themen präsentiert.

Beim „Azubi-Forum“ geht es vor allem darum, die Azubis, neben den fachlichen Inhalten, auch in Sachen sozialer Fähigkeiten fit zu machen, denn das sind die bedeutenden Zukunftskompetenzen, die sie brauchen werden.

Wenn die Auszubildenden fertig sind mit der Ausbildung, dann sollen sie für sich mitnehmen …

Den Teamspirit und die offene Art, miteinander zu arbeiten, die bei P. J. Schulz gelebt wird. Vor allem jedoch Reflektionsfähigkeit und Selbstbewusstsein, wünscht sich Sabine Kipke. Viele sind zu Beginn der Ausbildung eher schüchtern. Im Laufe der Ausbildung ist es toll zu beobachten, wie sich jeder einzelne Auszubildende entwickelt und das macht Sabine Kipke stolz.

Ist Ausbildung manchmal auch ein Kraftakt?

Ja, gerade jetzt in der Corona-Situation ist Ausbildung sicherlich auch ein Kraftakt, räumt Sabine Kipke ein. Es kostet Kraft, wenn sie und ihr Team gefordert sind, den Auszubildenden Kraft zu geben. Es ist dann besonders wichtig, für sich selber zu sorgen und im guten Kontakt miteinander zu sein.

Ausbildung hat für das Unternehmen große Bedeutung, denn sie brauchen ganz spezielles Know-how. Daher ist Ausbildung die beste Investition und die lohnt sich, auch wenn es Kraft kostet. Wichtig ist unterm Strich, alles was man macht, auch mit einer gewissen Portion Spaß zu machen, findet Sabine Kipke.

Wie geht es Ihren Auszubildenden aktuell so in der Pandemie? Wie sieht die Ausbildung bei P. J. Schulz in Zeiten von Corona gerade aus?

Insgesamt geht es allen gut. Alle versuchen das Beste aus der Situation zu machen, auch wenn „das Beste“ sicher von Tag zu Tag anders aussehen kann. Am Anfang wurden die Azubis mit allem ausgerüstet, was man technisch so braucht, wenn es ins Home-Schooling und Home-Office geht.

Vor allem mit den Azubis ab dem 2. Lehrjahr klappt das mit dem Home-Office besser als anfangs angenommen. Über Whats-App, Teams und Telefonate sind alle miteinander verbunden.

Man bekommt weniger vermittelt im Home-Office, das ist so. Sich das einzugestehen, anzunehmen und fünfe auch schonmal tatsächlich gerade sein zu lassen, kann auch schonmal helfen, so Sabine Kipke.

Die kaufmännischen Azubis aus dem ersten Lehrjahr sind im Büro, da hier die Sache mit dem Home-Office schwieriger zu realisieren ist. Im Betrieb wird gut auf die Umsetzung der Hygienemaßnahmen geachtet.

In der Produktion sind die Azubis natürlich im Betrieb. Hier wird mit Schichtsystemen gearbeitet. Es ist immer nur ein Azubi vor Ort, zusammen mit dem Ausbildungsbetreuer. Ist der Betreuer nicht da, dann ist auch der Azubi zu Hause und bekommt eine besondere Aufgabe, die er für diesen Tag erledigen kann.

Azubis und Home-Schooling – auch das ist eine echte Herausforderung. Sabine Kipke ist im Austausch mit den Lehrern. Viel enger als vor der Pandemie. Zu den Lehrern vier verschiedener Berufsschulen hat sie Kontakt. Sie erlebt die Lehrer als engagiert, auch wenn es natürlich Unterschiede gibt. Zweimal pro Woche gibt es betriebsintern digitale Treffen, wo Ausbildungsleitung und Ausbildungsbetreuer unterstützen. Doch auch die anderen Mitarbeitenden unterstützen bei Fragen. Es ist eine Herausforderung, sich den Lernstoff quasi autodidaktisch beizubringen. Das war schon eine enorme Umstellung. Hier ist viel Unterstützung gefragt.

Wie haben die Auszubildenden die Maßnahmen aufgenommen?

Im Grunde sehr positiv. Natürlich passieren Umstellungen nicht reibungslos von heute auf morgen. Sie spürt, die Azubis suchen aktuell nach Halt in dieser völlig unsicheren Situation. Sabine Kipke erlebt gerade die jungen Menschen im ersten Ausbildungsjahr als dankbar, eine Ausbildungsstelle zu haben.

Betreuung und gemeinsame Gespräche mit den Azubis haben nochmal einen ganz anderen Stellenwert bekommen in dieser Zeit. Das „Zwischenmenschliche“ ist enorm wichtig. Es sind Ängste bei vielen vorhanden. Was macht das mit uns? Wie geht es weiter? Was passiert mit mir? Viele Fragen sind im Raum. Darüber reden und Ängste ernst nehmen, das ist wichtig. Es geht im Moment vor allem darum, Sicherheit zu geben. Natürlich fehlt der soziale Kontakt, und zwar allen.

Das bedeutet, alle müssen täglich viel mehr als zuvor ihren Arbeitstag und die Inhalte reflektieren. Die meisten merken, das bringt was. Daher wollen sie das in Zukunft auch so beibehalten. Es zeigt allen viel besser wo Stärken liegen und auch, wo es Lernchancen gibt.

Krisen nutzen – Gibt es etwas, was das Unternehmen in der Krisenzeit gelernt hat und weiterführen will?

Das gibt es in der Tat. Gemeinsam haben sie im Unternehmen ein Vorgehen entwickelt, das nun alle zusammen umsetzen. Morgens tauschen sich Ausbilder und Azubis aus, was für den Tag ansteht. Zum Ende des Arbeitstages der Kurz-Check: Was hat geklappt, was nicht?

Das bedeutet, alle müssen täglich viel mehr als zuvor ihren Arbeitstag und die Inhalte reflektieren. Die meisten merken, das bringt was. Daher wollen sie das in Zukunft auch so beibehalten. Es zeigt allen viel besser wo Stärken liegen und auch, wo es Lernchancen gibt.

Die wenigen Azubis, die im Betrieb sind, haben die Gelegenheit, bei Fachprojekten mitzumachen, bekommen Einzeltrainings und sind bei Leitungssitzungen dabei. Auch das will das Unternehmen so weitermachen, denn sie sehen, dass der Lernerfolg dadurch um einiges größer wird. In diesem Sinne: Machen wir das Beste draus!

Wir sind ein qualifizierter Ausbildungsbetrieb – und vor allem sind wir für unsere Kunden da! Unsere Hauptkompetenzen liegen in den Bereichen Dichtungstechnik, Fluidtechnik, Schlauch- & Armaturentechnik. Mit unseren Serviceleistungen und Produkten sorgen wir dafür, dass die Betriebe, Anlagen und Maschinen unserer Kunden störungsfrei funktionieren.

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Marcel Friedrich, wie bist du zu der Entscheidung gekommen, eine Ausbildung bei smartworx zu machen?

Ich habe vorher Medieninformatik in Gummersbach studiert. Das Studium habe ich allerdings abgebrochen, weil es für mich einfach nicht gepasst hat. Ich habe mich schon immer für Computer und Technik interessiert, dadurch war es für mich klar, dass ich auch beruflich etwas in diesem Bereich machen will. Also habe ich die Ausbildung angefangen. Bei smartworx hatte ich zuvor ein Praktikum gemacht. Daran hatte ich gute Erinnerungen.

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