Wie finde ich meinen Traumberuf?

interview mit Lia Liebing | DIENES-Werke, Overath

Lia Liebing

Lia ist 22 Jahre und lebt in Bergisch Gladbach. Ihre Leidenschaft ist der Sport, genauer gesagt Schwimmen und Turnen. Das Turnen trainiert sie heute allerdings nicht mehr ganz so viel, dafür geht sie häufiger ins Fitnessstudio. Sport ist ihr Ausgleich zur Arbeit, denn wenn man acht Stunden sitzt, dann braucht man das einfach, sagt sie.

Mit 16 Jahren hat sie die Ausbildung als technische Produktdesignerin bei den Dienes-Werken begonnen. Seit fünf Jahren ist sie nun dort in der Konstruktion tätig. Aktuell absolviert sie berufsbegleitend ihren Techniker mit der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenbau.

Was magst du an deiner Heimat? Was gefällt dir hier?

Lia liebt vor allem den Wald, die Natur und die ländlichen Gebiete hier. Gleichzeitig genießt sie es, in 20 Minuten mit dem Auto in Köln zu sein.

Was genau macht eine technische Produktdesignerin?

Früher hieß der Beruf technischer Zeichner, damit können viele Leute mehr anfangen. Heute ist jedoch alles viel digitaler, daher wurde aus dem technischen Zeichner ein technischer Produktdesigner.
Technische Produktdesigner konstruieren, d. h. sie erstellen Zeichnungen – digital – von den Produkten, die eine Firma herstellt. Anhand dieser Zeichnung wird das Produkt in der Produktion/Fertigung hergestellt.

Das Technische war eigentlich schon immer ihr Ding. Irgendwie steckt das in ihr. Sie weiß selber nicht, wo das herkommt.

Lia vor dem von ihr konstruierten manuellen Schneidsystem Modul II S. Dieses Schneidsystem wird von einem Verpackungshersteller verwendet.

Wann war dir bewusst, dass du was in eine technische Richtung machen möchtest? Und wie bist du schließlich bei den Dienes-Werken gelandet?

Schon in der 5. Klasse fand Lia Mathe super. Später hat sie, sobald es ging, Französisch abgewählt und dafür lieber das Fach Technik belegt. Zusätzlich war sie in der Technik-AG.
Das Technische war eigentlich schon immer ihr Ding. Irgendwie steckt das in ihr. Sie weiß selber nicht, wo das herkommt. Denn ihre Eltern sind beide Kaufleute. Das fand sie allerdings zu langweilig. Ihr war klar, sie wollte etwas entwerfen und erstellen, was sie hinterher anschauen und in Händen halten kann.
Bei den Dienes-Werken gefällt ihr deswegen gut, dass die Produktion im Haus ist. So kann sie sehen, wie das Produkt, was sie selber konstruiert hat, zum Leben erweckt wird und hinterher einen Kunden glücklich macht.
Ihr Pflichtpraktikum auf der Realschule hat sie im Bereich technisches Produktdesign bei der Bergischen Achsen KG absolviert. Zusätzlich hat sie noch weitere Praktika gemacht, und zwar ganze drei Stück, z. B. im Bereich Zerspannungs- und Industriemechanik. Dieser Bereich gefiel ihr jedoch nicht ganz so gut.
Man hat ihr gesagt, die meisten Leute, die sich auf einen Ausbildungsplatz als technischer Produktdesigner bewerben, haben Abitur. Sie wollte dennoch ihr Ziel – die Ausbildung als technische Produktdesignerin – nicht aus den Augen verlieren. Sie hat in der Realschule richtig reingehauen und mit 15 Jahren angefangen, sich zu bewerben. Über einen Tipp der Agentur für Arbeit ist sie auf die Dienes-Werke aufmerksam geworden. Der Bewerbungsprozess verlief schnell und Lia hatte einen positiven Eindruck vom Unternehmen. Die Dienes-Werke hatten diesen guten Eindruck umgekehrt genauso und so hat Lia dort ihre Ausbildung begonnen.

Was haben deine Freundinnen dazu gesagt?

Die waren überhaupt nicht überrascht über ihre berufliche Entscheidung. Ihre beiden engsten Freundinnen sind heute Elektronikerin und Automobilkauffrau. Ziemlich cool! Für alle drei stand fest: Wir wollen arbeiten und Geld verdienen nach der Schule. Daher war allen drei klar wohin es geht – Richtung Ausbildung!

Was würdest du anderen jungen Frauen gerne mit auf den Weg geben, die sich für den technischen Bereich interessieren?

So früh wie möglich anfangen, sich zu bewerben. Sich fragen und bewusst machen: Welche Fächer liegen mir? Was macht mir Spaß? Das gibt einem selber die ersten wichtigen Anhaltspunkte. Dann vor allem Praktika machen. Auch freiwillige Praktika in den Ferienzeiten. Einfach die Firmen anschreiben. Die meisten sind sehr offen dafür, ist Lias Erfahrung. Und wer mehr Praktika hat, hat oft auch größere Chancen auf den gewünschten Ausbildungsplatz.

Wie ist das so als Frau in einem Beruf zu arbeiten, wo sehr viele Männer tätig sind?

Lia hat super gute Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Männern gemacht. Bei ihrer Weiterbildung zur Technikerin sind gerade mal zwei Frauen dabei. Hier ist es oft so, dass die Jungs die Mädels fragen. Man wird überhaupt nicht komisch angeschaut, sondern eher positiv wahrgenommen, sagt sie.

Was genau machen die Dienes-Werke?

Die Dienes-Werke stellen Schneidwerkzeuge für andere Firmen her. Unternehmen, die z. B. Papier, Textilien, Gummi, Folie, usw. verarbeiten und dieses Material schneiden müssen, die bekommen von den Dienes-Werken die passenden Maschinen dafür.

Was macht einen interessanten Arbeitsplatz für dich aus?

Ein gutes Miteinander unter den Kollegen. Für Lia ist es total wichtig, sich wohlzufühlen in dem Betrieb, wo sie arbeitet. Auch Abwechslung bei der Arbeit, anspruchsvolle Aufgaben und Herausforderungen sind für sie von Bedeutung. Sie will neue Entwicklungen begleiten.

Wichtig ist für sie die Verbindung zur Produktion. Weil sie hier sehen kann, wie die eigenen Ideen Wirklichkeit werden.

Was gefällt dir bei den Dienes-Werken besonders?

Man spürt, dass es ein alteingesessenes Familienunternehmen ist. Es geht menschlich zu im Betrieb. Es besteht ein gutes Miteinander, findet Lia. Sie kann an interessanten Produkten arbeiten, ihr Job ist abwechslungsreich, ihre Tage sind ganz verschieden und immer wieder lernt sie Neues kennen.

„Wie finde ich meinen Traumberuf? Berufswahl Ausbildung oder Studium?“ In ihrem Video gibt Lia anderen jungen Menschen Tipps für die Berufswahl. Wenn ich so gar nicht weiß, wo es für mich hingehen soll, was mache ich dann am besten? Einfach reinklicken und anschauen!

DIENES – die Erfinder-Company! Wir sind ein Traditionsunternehmen mit einer über 100-jährigen Firmengeschichte. Weltweit beschäftigen wir ca. 500 Mitarbeiter in unserem Segment der industriellen Schneidtechnologie, die mit Fachwissen, Engagement und Ideenreichtum glänzen.

Bergisch Gladbach

Raphael Müller: „Ich bin hier zwar Praktikant, doch meine Meinung wird gehört und auch geschätzt.“

Raphael macht gerade seine Fachoberschulreife am Berufskolleg Leverkusen. Das einjährige Praktikum, das er begleitend dazu absolviert, macht er bei der Krahnen GmbH.

Zur Story →
Bergisch Gladbach

Ronny Yvonne Strasser: „Sympathie und Authentizität der Geschäftsleitung waren ausschlaggebend“

„Bei Sunejo – dem Jobportal fürs Rheinland – habe ich die Stellenausschreibung von Graner+Partner entdeckt und mich dann auf der Website des Unternehmens weiter informiert. Die hochkarätigen Projekte haben mich sofort angesprochen und aus diesem Gefühl heraus habe ich direkt zum Hörer gegriffen und im Unternehmen angerufen,“ berichtet Ronny Yvonne Strasser von der erfolgreichen Jobsuche. Gelandet ist sie bei der inhabergeführten Ingenieurgesellschaft GRANER+PARTNER in Bergisch Gladbach.

Zur Story →
Overath

Lena Ufer: „Enge Zusammenarbeit mit der DSHS hat mich gereizt!“

Ihren jetzigen Job als Physiotherapeutin beim S.P.O.R.T. Institut in Overath hat sie über die Jobbörse der Agentur für Arbeit entdeckt. Nachdem sie sich beworben hatte, kam sehr schnell die Einladung zum Bewerbungsgespräch.

Zur Story →
Scroll to Top