Jennifer Kindermann

Schulsozialarbeiterin

Wie findet man heraus, welcher Beruf wirklich zu einem passt? Für Jennifer Kindermann begann die Antwort auf diese Frage nach dem Abitur mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Seniorenheim in Köln. Dort stellte sie schnell fest, dass die Arbeit mit Menschen genau das ist, was sie begeistert. Die Begegnungen, Gespräche und Erfahrungen vor Ort legten den Grundstein für ihren weiteren beruflichen Weg im sozialen Bereich.

Durch Zufall entdeckte sie den Studiengang Sozialpädagogik/Sozialarbeit an der Katholischen Fachhochschule und bewarb sich. Eine Entscheidung, die sie bis heute nicht bereut. „Das Studium hat mir unglaublich viel Freude bereitet“, erinnert sie sich.

Bereits während ihres Anerkennungsjahres sammelte Jennifer Erfahrungen im Jugendamt und im Bereich Schulsozialarbeit. Als die Bezirksregierung in NRW im Jahr 2003 beschloss, an allen Hauptschulen Schulsozialarbeit einzuführen, war für sie klar: Diese Chance möchte sie nutzen. Sie bewarb sich an der Hauptschule in ihrer Heimatstadt Rösrath und begann dort über die Caritas als Träger ihre Tätigkeit als Schulsozialarbeiterin.

Mehr als zwei Jahrzehnte später arbeitet Jennifer noch immer im Bereich Schulsozialarbeit. Die Schulformen haben sich verändert, aus Haupt- und Realschule wurde eine Gesamtschule, und heute begleitet sie Schülerinnen und Schüler am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Rösrath.

Die Vielseitigkeit macht ihre Arbeit aus. „Die einzige Konstante in meinem Alltag ist die Veränderung.“ Jeder Tag bringt neue Themen, neue Menschen und neue Herausforderungen mit sich. Die Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften ist immer anders und genau das macht ihren Beruf für sie so spannend.

Gemeinsam mit dem muliprofessionellen Team der Caritas sorgt sie dafür, dass junge Menschen Unterstützung finden, wenn sie diese benötigen. Dabei geht es um Beratung, Konfliktlösung, Berufsorientierung, die Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf oder manchmal einfach um ein offenes Ohr und ein aufmunterndes Wort.

Die Themen, mit denen sie konfrontiert wird, spiegeln häufig gesellschaftliche Entwicklungen wider: Mobbing, psychische Belastungen, Sucht, Integration und Inklusion oder sexuelle Belästigung. Für Jennifer ist deshalb klar, wie wichtig Schulsozialarbeit ist: „Wenn wir hier gute Grundlagen schaffen, geben wir jungen Menschen etwas für ihr ganzes Leben mit.“

Besonders am Herzen liegt ihr, Schule zu einem Ort zu machen, an dem sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen und gerne lernen. Denn kaum ein anderer Ort erreicht junge Menschen so direkt wie die Schule. Genau darin sieht sie die große Chance ihrer Arbeit: Jugendliche frühzeitig zu unterstützen, zu stärken und ihnen Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg zu eröffnen.

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Caritas RheinBerg
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